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[ Fluff and Gravy ]

“There is a deep and soulful purity to their
music. Georg is not just a lyricist. He is a
songwriter’s songwriter. There is a haunting
beauty in each and every song that stimulates
intrigue.”
—Coachella Valley Weekly
 

Son Of The Velvet Rat celebrate the glorious elusiveness and the sweet heartbreak of song by releasing a new live record, The Late Show, via Fluff and Gravy Records / Mint 400.

In 2015, Austrian natives Georg Altziebler and Heike Binder set down roots in the Desert community of Joshua Tree, California. In the last 50 years the desolate town has quietly become an enclave for artists and musicians much like Paris in the ‘20s or Laurel Canyon in the ‘60s.

Their 2017-release, Dorado, produced by Joe Henry (Aimee Mann, Solomon Burke, Ani DiFranco), featured a mix of Hi-Desert musicians and L.A. stalwarts, as well as guest vocals from the iconic Victoria Williams. The record received rave reviews and topped myriad year-end-critics’ polls.

“The Late Show” is a souvenir from their extensive 2017 tour, in support of Dorado. The tracks were recorded at three venues, Rhiz in Vienna, Austria, Scheune in Wredenhagen, Germany and in Burbank,CA. The 11-song album features songs from “Dorado” but also reaches back to previous, including Animals, Firedancer and Red Chamber Music. “Another Glass Of Champagne” revisits an older riff and adds new lyrics. The ambiance is passionate, sweat-soaked and electric. Georg and Heike’s cinematic sound is augmented by Dominik Krejan on Fender Rhodes and backing vocals. Drum duties are split between Muck Willmann and Felix Kru╠łger. Highlights include a haunting version of  “Sweet Angela”, the brooding “Copper Hill”, the pulsing Psychedelia of “Surfer Joe” and the world-weary ache of “Franklin Avenue.”

The band weaves a sonic tapestry of disparate influences that is best described as Folk Noir, while being unique in every aspect. No wonder everyone from Americana U.K. to Lucinda Williams to Magnet Magazine are singing their praises. “The Late Show” offers a perfect introduction to their sui generis sound.

Eleni P. Austin

 

The Late Show

von Rainer Krispel

11 Songs, aufgenommen live bei drei Konzerten in Wien, Deutschland und in den USA – seit einigen Jahren sind SON OF THE VELVET RAT eine trans-kontinentale Band, weil das Paar im Herzen der samtenen Ratte, Sänger/Songwriter Georg Altziebler und Heike Binder, aus Österreich stammend, großteils in den Staaten lebt. („Unter Wüstenratten“, wie Georg anmerkt.)

5 Songs von „Dorado“, dem jüngsten, 2017 erschienen Studioalbum, einer von „Firedancer“ (2013), drei von „Red Chamber Music“ (2012), einer von „Animals“ (2009) und „Another glass of champagne“. Eingespielt mit Musikern, die da (USA) wie dort (Europa) intuitive, kenntnisreiche und verständige Verbündete von SON OF THE VELVET RAT sind. Soweit die Fakten.

Wer jetzt „Best of … Live“ sagt, darf sich seinen Whiskey, Rotwein oder sonstigen drink of choice selber kaufen und auf diese Musik anstoßen, weil no, not quite, not the point. War „Live Tape“, das andere Livealbum dieser in ihrer Art einmaligen Band, Dokument einer Show aus dem Jahr 2013, haben wir es hier ohne Wenn und Aber mit eingefangener, tontechnisch festgehaltener Magie zu tun. Wenn Joe Henry, der Produzent von „Dorado“, in seinen Liner Notes zum Album davon spricht, dass es dabei darum ging, diesen Songs Fallen zu stellen, in die sie mit ihrem ausgeprägten Charakter vertrauensvoll tappen konnten, haben wir es hier damit zu tun, Lieder in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben. Wir, die wir nicht unmittelbar dabei sein konnten, partizipieren an der in Worten kaum fassbaren Energie zwischen Performern und Publikum, in der diese Songs sich noch einmal ganz speziell entfalten. Mit der sie sich Räume erschließen, die sie vorher noch nicht betreten hatten, im Moment, aus dem Moment.

 Es wäre eine Schande, wenn SON OF THE VELVET RAT diese Aufnahmen für sich behalten hätten. Wenn uns so die Lust versagt geblieben wäre, Zeug_innen zu sein, wie sich diese Band auf dem Plateau, das sie mit „Dorado“ und aus den Erfahrungen eines 2003 begonnenen Werks schöpfend, erreicht hat, weiterbewegt. Wie Georg Altziebler in seinen Songs die Balance von Gesagtem/Gesungenen und Nicht-Gesagtem/Gesungenen immer wieder neu und meisterlich ausspielt, wie er die Kunst, mit wenig Worten viel zu sagen immer dichter webt, um diese seine Songs wie ganze Filme/Romane/Leben auf uns wirken zu lassen, wie diese Musik weiß, wann sie sparsam aufzeigt, wann sie sich auslässt, loslässt, und dabei nicht zuletzt sich selbst noch zu überraschen weiß. SON OF THE VELVET RAT sind eine der wenigen Bands, eines dieser, mit Verlaub, Wunder, die nicht schnell spielen müssen, um Herzschläge maximal zu beschleunigen, und einen Sog zu entwickeln, dem man sich nicht entziehen mag.

 Wenn Joe Henry singemäß meint, dass es diesem europäischen Paar gegeben ist, Americana zu schreiben und spielen, wie es Amerikaner_innen vielleicht nicht (mehr) können, dann vermessen SON OF THE VELVET RAT die USA erneut als ein Land der, vielleicht nicht länger unbegrenzten, Möglichkeiten, während sie ihre europäischen Wurzeln sich in einem stets neuen Tanz von Sinnlichkeit und Vernunft wiegen lassen.

 Viele große Namen wurden und werden bemüht, um SON OF THE VELVET RAT zu beschreiben, um eine Ahnung von den Sensationen zu vermitteln, die ihre Kunst birgt, ihre detailgenauen und perspektivereichen Ausleuchtungen der wandelbaren human condition von universeller Wirkung. „The Late Show“ nun aber klingt vor allem von und nach einer Band: SON OF THE VELVET RAT.

Und das Allerbeste, wie Georg Altziebler in „Carry On“, dem Song von „The Late Show“ (gleichzeitig der Opener von „Dorado“) singt - die Geschichte hat erst angefangen!

All the dead I´ve ever known/Have come & gone/By the time I see the dawn/I´ll see the sun rise/I´ll see it coming down/And I´ve only just begun/To carry on“